Kampagne „Minijob“

Mit einer öffentlichen Kampagne „Warum Minijob? Mach mehr draus!“ startete in 2013 die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Frau Kolat.
Einer der Bezirke, die sich seit Ende 2013 mit der Bildung eines bezirklichen Netzwerkes beteiligten, ist Tempelhof-Schöneberg. 


Die statistische Entwicklung seit März 2006 zeigt, daß die Zahlen in Tempelhof-Schöneberg  für geringfügig Beschäftigte seit 2006 gestiegen sind und für die Jahre 2012 und 2013 auf hohem Niveau verbleiben (siehe auch nebenstehende Grafik).
Was hat die Kampagne nun gebracht? Wenig.
Die Zahl der sozialversicherten Beschäftigten ist gestiegen – mit 3,4 % zum Vorjahr liegt Berlin prozentual gesehen damit an der Spitze der bundesweit positiven Entwicklung. Bezogen auf die arbeitsfähige Berliner Bevölkerungszahl ist aber die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Bundesgebiet doch höher.
Die Zahl der geringfügig Beschäftigten dagegen hat sich praktisch kaum verändert – das zeigt auch die Entwicklung sowohl im Land Berlin als auch im Bezirk Tempelhof-Schöneberg: Sie verbleibt bei etwas über 15.000.  
Fazit: Die Kampagne der Senatorin ist gewiß gut gemeint und bemüht – aber die Entwicklung hin zu immer weniger Beschäftigten in regulären Arbeitsverhältnissen kann zur Zeit keine Kampagne aufhalten.


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