GRÜN, SPORT UND FREIZEIT HABEN VORRANG AUF DEM TEMPELHOFER FELD

Den berechtigten Wunsch des Senats Wohnungen zu bauen, wird die CDU immer dort unterstützen, wo es zu einer Verbesserung des Stadtviertels führt. Nach einer Potentialanalyse des Bezirksamtes haben wir im Bezirk auf größeren Flächen Potential für mehr als 3.000 Wohnungen (WE), weitere WE in vergleichbarer Größenordnung sind durch Verdichtung des Bestandes als Folge von Baulückenschließungen, Aufstockungen etc. erreichbar. Damit bietet der Bezirk Standorte für mindestens 6.000 überwiegend innerstädtische Wohnungen an.

Setzt man ähnliche Größenordnungen für die anderen Berliner Bezirke voraus, können wir auch ohne Tempelhofer Feld mindestens 70.000 Wohnungen in Berlin bauen, vorausgesetzt wir finden jemand der sie auch finanziert. Olschewski will deshalb mit der Bezirks-CDU die Pläne des Senats stoppen, allein auf den Tempelhofer Flächen des ehemaligen Flugfeldes rund 2.700 Wohnungen und eine Landesbibliothek zu bauen. Bevor an Bebauung gedacht wird, brauchen wir zunächst eine Gesamtplanung für das Gelände, sowohl für die Bestandsgebäude als auch das ehemalige Flugfeld, sagt Olschewski.
 
Nach dem Scheitern der IGA gibt es nach wie vor kein klares Konzept für die zukünftige Nutzung des Tempelhofer Feldes. Auch die Bibliothek erscheint angesichts des zunehmenden Finanzierungsbedarfs für den Großflughafen in Schönefeld akut gefährdet.
Das Tempelhofer Feld hat eine entscheidende Auswirkung auf die klimatischen Verhältnisse der Berliner Innenstadt. Jede zusätzliche Bebauung mindert diese Bedeutung. Dies wird umso bedeutsamer als wir für die Region Berlin bereits im Jahr 2050 mit deutlich wärmeren Durchschnittstemperaturen rechnen müssen. Deshalb sollte eine Bebauung des Tempelhofer Feldes, dem wichtigsten Kaltluftentstehungsgebiet der Berliner Innenstadt, nur in marginaler Form erfolgen. Das ehemalige Flughafengelände bietet die Chance, das Wohnumfeld der umliegenden Ortsteile nachhaltig zu verbessern.
Der Schwerpunkt für das Tempelhofer Feld muss aus Sicht des Bezirks deshalb in der Schaffung von Grün bzw. Sport - und Freizeitanlagen für die Ortsteile Tempelhof, Kreuzberg und Neukölln liegen.

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