Das Alliiertenmuseum gehört auf den ehemaligen Flughafen Tempelhof

Der Kulturausschuss der BVV Tempelhof-Schöneberg hat jetzt auf Antrag der CDU einstimmig beschlossen, dass sich das Bezirksamt beim Regierenden Bürgermeister und dem Kulturstaatsminister der Bundesregierung dafür einzusetzen soll, dem in Zehlendorf beheimateten Alliiertenmuseum auf dem Flughafengelände Tempelhof eine neue Heimat anzubieten.

Dazu sagt der Fraktionsvorsitzende Ralf Olschewski:
Am derzeitigen Standort in Zehlendorf sind erhebliche Investitionen in Instandsetzung bzw. Ergänzungsbauten nötig, die durch den Bund finanziert werden. Der jetzige Standort liegt abseits der großen Touristenströme Berlins. Nach Einschätzung des Museums würde die Verlagerung in das ehemalige Flughafengelände einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen zur Folge haben.
Der Flughafen Tempelhof hat durch seine Bedeutung während der Berlinblockade und der Luftbrücke eine besondere Stellung für den freien Teil Berlins zwischen 1949 und 1989 gehabt. Er war das herausragende Symbol für die Freiheit West-Berlins und die Verbundenheit seiner Bürger mit den westalliierten Schutzmächten. Der ehemalige Flughafen Tempelhof ist wegen seiner Symbolkraft deshalb ein idealer Standort für das Alliiertenmuseum. Auch die gute innerstädtische Verkehrsanbindung sowie die großen Flächenreserven des Flughafengebäudes bieten ideale Voraussetzungen.
Mit dem Check Point Charlie, dem Alliiertenmuseum im ehemaligen Flughafen Tempelhof, dem Rathaus Schöneberg, dem Alliierten Kontrollratsgebäude in der Potsdamer Straße sowie dem RIAS Gebäude in der Nähe des Innsbrucker Platzes ergibt sich ein eng zusammenliegender Bereich wichtigster historischer Standorte des geteilten Berlin und der westalliierten Schutzmächte in unserem Bezirk. Die räumliche Nähe aller Standorte in der Berliner Innenstadt mit ihrer hohen Touristendichte bietet alle Chancen für die Schaffung eines zusätzlichen Magneten für nationalen und internationalem Tourismus unter dem Motto: „Das alliierte Berlin, Spuren internationaler Weltpolitik in Berlin“.
Für den Bezirk ergibt sich durch zusätzlichen Tourismus eine Stärkung der regionalen Wirtschaftsstruktur als positiver Nebeneffekt.

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